Tapetenlöser selber machen

Es kommt nur zu häufig vor, dass ein Tapeziervorgang oder eine Renovierung bei einem Auszug eines Mieters aus den Wohnräumlichkeiten unkoordiniert verläuft. Der Zeitdruck erfordert schnelles und effektives Arbeiten, jedoch sind die Vorbereitungen nicht immer optimal. Insbesondere dann, wenn die Frage nach einem Tapetenlöser aufkommt, muss diese Frage nur zu häufig verneint werden. Der Gang in den Baumarkt mag zwar naheliegend erscheinen, erfordert jedoch in der Regel viel zu viel Zeit. Die gute Nachricht lautet, dass der Tapetenlöser nicht zwingend käuflich erworben werden muss da sich dieses wichtige Zubehör bei den Renovierungsarbeiten auch sehr gut selbst herstellen lässt. Die hierfür erforderlichen Zubehörartikel sind für gewöhnlich in jedem Haushalt vorhanden so dass nicht extra ein Einkauf gestartet werden muss.

Diese Zubehörprodukte können für den Tapetenlöser verwendet werden

Damit der Nutzer den Tapetenlöser selbst machen kann muss er zunächst erst einmal wissen, woraus Tapetenlöser eigentlich bestehen. Die Hauptbestandteile eines Tapetenlösers setzen sich aus Tensiden sowie Wasser zusammen. Die Tenside senken die Oberflächenspannung des Wassers, so dass die Lösung bis zur Kleisterschicht der Wand vordringen und die Tapete einweichen kann. Tenside sind auch in Shampoos, Spülmittel oder Badezusätzen vorhanden. Mit der Hinzugabe von Essig kann die Tensid-Wirkung noch zusätzlich verstärkt werden. Sollten diese Mittel in dem Haushalt nicht mehr vorhanden sein, so kann auch Tapetenkleister für das Ablösen der alten Tapeten verwendet werden. Der Kleister enthält Zusätze, die das Wasser bis zur Kleisterschicht der an der Wand befindlichen Tapete durchschleust. Dieser selbstgemachte Tapetenlöser wird jedoch nicht kleben, da er um ein Vielfaches flüssiger ist als handelsüblicher Kleister. Wichtig ist hierbei lediglich, dass die Menge an Wasser die Menge an Kleister übersteigt, da das Wasser den Lösevorgang durchführt.

Die Anfertigung von selbstgemachten Tapetenlöser ist im Grunde genommen sehr simpel. Acht Liter Wasser mit lauwarmen Wasser sowie 150 mL Spülmittel, Schaumbad oder Shampoo sowie ein zusätzlicher Liter Essig müssen einfach nur in einem Zehn-Liter-Eimer angerührt werden. Bei dem Rührvorgang sollte der Anwender jedoch Vorsicht walten lassen, die Lösung sollte nicht aufschäumen. Die Verwendung von Kleister ist im Grunde genommen ebenso simpel. Ein halbes Paket Kleister wird einfach in zehn Liter Wasser mit kalter Temperatur eingerührt. Beachtet werden sollte lediglich, dass der selbstgefertigte Tapetenlöser flüssig bleibt und sich somit kaum nennenswert in seiner Form vom herkömmlichen Wasser unterscheidet. Die Fußböden sollten mithilfe einer Plane vor dem selbstgefertigten Tapetenlöser geschützt werden, da sonst Schäden an dem Bodenmaterial nicht auszuschließen sind. Diese Schäden lassen sich nur schwerlich herausarbeiten.